Neu!Unsere Corona-Edition:Virtuelle Leseabenteuer mit Babette

Liebe Kinder, liebe Eltern,

wir begrüßen Euch herzlich zur 1. Folge von Babettes virtuellen Leseabenteuern und Bilderbuchreisen. Heute mit Kasmir und seinem Freund Frippe, die weiße Bohnen pflanzen. Babette liest vor und zeigt Euch, wie es geht. Alles wie immer – nur leider über den Fernseher. Bald erscheint eine weitere Folge. Und das machen wir so lange bis wir uns endlich wieder sehen dürfen. Viel Spaß!

Hommage an die Kiezkrabbler

Endlich war es soweit! Unser virtuelles Kiezkrabbeln ging in die erste Runde und die Freude war groß uns endlich, wenngleich auch in ganz neuem Rahmen, wiederzusehen.

Eure Kinder:
Wir sind ja in den letzten Monaten gemeinsam mit ihnen gewachsen, umso sehnlicher war unser Bedürfnis ein Blick auf sie zu erhaschen.
Und nicht nur ihr habt Euch präsentiert (mit frisch gewaschenen Haaren), sondern in erste Linie natürlich Eure süßen Räuber.
Und aus manchem Baby ist in dieser Shutdown Zeit schon fast ein richtiges Kleinkind geworden:

Der kleine R. kann so herzzerreißend schön brabbeln, dass ich mich schon sehr auf seine ersten Wörter freue. Er lernt auch schon fleißig die Buchstaben kennen und ist ein für die Werbung geschaffenes Paustbacken Format, das für seine Mutter schon früh eine „Trageherausforderung“ darstellte.

Die kleine E., die stets so gelassen und zufrieden Ihre Welt erkundet. Schon jetzt eine Modeikone, die das Sitzen liebt, trotz ihrer ersten Robb-Versuche und die es wahrscheinlich ihrer Mutter gleich tut und die Welt, wenn schon, auf zwei Beinen erobern möchte.

Der kleine N., einfach zuckersüß. Hat sich ausgerechnet an den Ostertagen verletzt und musste einiges über sich ergehen lassen. Umso mehr sucht und braucht er gerade die volle Aufmerksamkeit seiner Mutter. Er weiß genau, was er will und kann schon sehr schön vertiefend spielen.

Die kleine O., die den Trubel liebt und lieben muss mit großen Bruder. Sie ist unsere Sauberkeitsqueen – fast nie eine Windel und schon mit einem Jahr bereit festzuhalten und loszulassen, wann sie möchte. Wow! Ein herrlich freies, tänzerisch anmutendes und smartes Mädchen.

Die kleine H., eigentlich schon ein richtiges Krippenkind. So neugierig, ohne Angst und voller Selbstvertrauen, erkundet sie ihre Umgebung, es sei denn sie hört Stimmen aus einer ihr fremden virtuellen Welt. Und charmant ist sie- ihr Lächeln besticht! Sie ist bereit für die Welt da draußen, sobald Corona sie lässt- kein Stillen mehr und ihr eigenes Bett.

Ihr selbst:
Ach ja, einfach schön Euch wieder als Gruppe zu erleben.
In aller Unterschiedlichkeit, wie es Euch derzeit geht und wie ihre auf die Krise und private Erlebnisse reagiert, so deutlich spürt man die Atmosphäre, die Ihr gemeinsam schafft, wenn wir Zusammenkommen.
Und dann ist da auf einmal ganz viel Zuversicht und Leichtigkeit und die Ideen beginnen zu sprudeln. Und natürlich ist da auch ganz viel bedingungslose Mütterlichkeit. Frauenpower par excellence bzw. a la Gelée Royal.

Bevor wir Zusammenkamen, spürte ich, eigentlich bin ich in dieser neuen Zeit noch nicht ganz angekommen. In einer Zeit, in der Corona ein Arschloch ist und in der vieles nicht mehr so ist wie zuvor.
Ich stand noch auf der Kreuzung zwischen Stillstand und Zukunftsangst und fragte mich, wer ich eigentlich bin oder wer ich werden könnte in der neuen Zeit.
Und eines wurde zunehmend deutlich: Ich hatte völlig meine eigene Wäscheleine- meine Struktur verloren und irrte durch meinen Alltag ohne Plan und Verstand. In dem Arbeitsräume und Kinderräume wegbrachen, brach auch die Ordnung meiner Planungshoheit zusammen. Und wenn Struktur zusammenbricht, schwingt auch immer ein bisschen Angst mit.

Wir landeten auch beim Thema Strukturlosigkeit, und es tat gut darüber in den Austausch zu gehen und Eure Ideen und Lösungen zu hören.

Für den interessierten Leser/Anregungen aus der Gruppe:

• Zum Thema Struktur: Die App timetree wurde empfohlen. Nicht nur die Strukturierung des Alltags wird wohl ermöglicht, sondern auch individuelle Auszeiten von Frau/Mutter oder Mann/Vater können besser umgesetzt werden.

• Ein gemeinsamer Ausflug in den Zoo oder Tierpark wird wieder möglich:
Die Pforten eröffnen ab dem 27.04.2020 unter eingeschränkten Bedingungen
https://www.zoo-berlin.de/de/aktuelles/news/artikel/zoo-und-tierpark-berlin-oeffnen-unter-einschraenkungen-wieder

• Lesetipp:
Gruner und Jahr bieten dir bis zunächst 30. April alle Magazine und Zeitschriften (wie Geolino etc.) kostenlos zum Download
https://aktion.grunerundjahr.de/deutschland-bleibt-zuhause

Liebe Kiezkrabbler Gruppe, ich freue mich auf kommenden Donnerstag auf eine neue Runde Austausch, Fragen stellen, Antworten suchen, mit Euren Kindern, mit Euch und mit Susi- gemeinsam eben.

Liebe(r) LeserIn, sollten Sie auch gern dabei sein wollen, melden Sie sich über das Kontaktformular der Website, dann erhalten Sie den Einladungslink via Mail. Wir freuen uns über neue Gesichter.

Bleiben Sie/Bleibt gesund,
Christine Rieth

Neu!Unsere Corona-Edition: Virtuelles Kiezkrabbeln

Unsere offene Kiezkrabbelgruppe für Eltern mit ihren Babys betritt ab dem 23.04. neue virtuelle Krabbelwege.
Jeweils donnerstags treffen wir uns von 11.00 Uhr bis 12:00 Uhr über das Videokonferenz Programm Zoom.
Wir wollen mit Euren Babys singen, uns austauschen, in Kontakt bleiben und natürlich berät und hilft unsere Kinderkrankenschwester und Frühe Hilfen Fachkraft Susanne Eigen bei allen Fragen Rund ums Baby und die Geburt.

So funktioniert es:
Meldet Euch per Mail bei uns (kidz@familienzentrum-villaluetzow.de). Daraufhin erhaltet ihr den Einladungslink mit den erforderlichen Zugangsdaten sowie die gültigen Datenschutzbestimmungen.

Der Grüffelo macht Mut

Beim Durchforsten der Nachrichtenseiten ist mir Folgendes sofort ins Auge gesprungen: “Der Grüffelo hält jetzt zwei Meter Abstand”

Mehr unter: https://www.spiegel.de/kultur/literatur/coronavirus-der-grueffelo-haelt-jetzt-zwei-meter-abstand-a-922f3deb-c764-4230-8547-05846c3e7196

Hier finden Sie 12 Illustrationen von den Machern des Grüffelos – ihre Figuren im Umgang mit Corona. Eine schöne Idee.

Auf der Suche nach mehr vom Grüffelo zu Corona, bin ich auf eine Corona-Videobotschaft des Zeichners des Grüffelo, Axel Scheffler, gestoßen (Homepage des Historischen Museums der Pflaz – Speyer).

Dort gibt es einen weiterführenden Link zu einem Video, in welchem Axel Scheffler einen Grüffelo zeichnet und schöne Ausmalbilder.

Weitere Ausmalbilder von Axel Scheffler finden Sie auf seiner Homepage: https://axelscheffler.de/ausmalbilder.

Mut – Glück – Trauer

Unter dem Link: https://www.grueffelo.de/fileadmin/user_upload/ProjektheftGrueffelo_Auszug_komplett.pdf haben die Macher*innen des Grüffelo, aufgrund der aktuell geschlossenen Kitas, kostenlos  drei Projektideen aus ihrem Buch “Gefühle entdecken mit dem Grüffelo – 40 Projektideen für die Kita“ zur Verfügung gestellt. Wie ich finde drei sehr schöne Ideen zu den Themen: Mut, Glück und Trauer.

Mein Sohn und ich lieben den Grüffelo. Vielleicht kann er auch Ihnen und Ihren Kindern Mut machen die Corona-Zeit stark zu überstehen.

Bleiben Sie gesund!

Heinrich Castell-Castell

“Angst essen Seele auf” oder was meiner Seele gut tut

Liebe Familien,

Ostern liegt hinter uns. Und ich hoffe Sie hatten es ebenso fröhlich, aufregend und frühlingshaft wie wir. Das Osterfest war nochmal ein Höhepunkt der Freude für die Kinder.

Und was kommt jetzt?

6 Wochen sind wir als Familie auf uns zurückgeworfen. Ich kann der Krise dennoch einiges positives abgewinnen, aber der Mangel an gleichaltrigen Spielpartnern wird nun langsam aber sicher eklatanter und äußert sich in unseren heimischen Kulissen mit viel Frust und Aufmerksamkeitsgebarden von Seiten der Kinder.
Wiederum mit viel Ungeduld und Gezeter von Seiten der Mutter. Seinem Beruf in den eigenen vier Wänden nachgehen zu wollen ist mit Kleinkindern ein schier unmögliches Unterfangen. Und ehrlich gesagt: ich will auch langsam nicht mehr „dauerspielen“.
Die Struktur ist wahrlich schwer aufzubauen, wenn so viele Dinge im urbanen Raum untersagt sind. Und der Widerstand und Protest der Kinder ist gegenüber den Eltern tatsächlich ein anderer als in Gruppensettings von Kita-Institutionen oder anderen den Kinder lieben Verwandten und Bekannten.

Gleichzeitig:
Worüber soll ich mich beschweren? Das existenzielle Leid vieler Menschen in diesen Zeiten verfolge ich tagtäglich und da sind meine familiären Sorgen doch ein Pups… ein Pups gegenüber der tatsächlichen Ausgangssperre, der Enge und Isolation, der finanziellen Not, der Gewalt und der Angst vor Verlust des eigenen Lebens oder dem eines nahestehenden Menschen.
Der Genuss und die Angst die liegen derzeit so ganz nah beieinander.

Angst essen Seele auf-
ein arabisches Sprichwort sowie ein Fassbinder Filmtitel aus den 60er Jahren. Das Sprichwort lässt mich in den vergangenen Tagen nicht mehr ganz los. Und so sage ich meiner Angst häufiger mal Guten Tag anstatt ihr aus dem Wege zu gehen. Das tut meiner Seele gut.

Gut tut mir auch die Dokumentation „Schicksalsjahre einer Stadt“ vom Rbb. Die gucke ich mir derzeit jeden Abend nach der Tagesschau auf der ARD Mediathek an. Es ist wie Balsam für meine Seele zurückzuwandern in andere Zeiten. Zudem höchstspannend und Ideengebend auch für die heutige Situation. Berlin ist schon aus vielen Krisen immer wieder wie Phönix aus der Asche auferstanden. Schauen Sie mal rein:
https://www.rbb-online.de/berlin-schicksalsjahre/themen/berlin—schicksalsjahre-einer-stadt.html

Was noch gut tut? So simpel und einfach: der Wald.
Kein dichtes Gedränge, Vogelgezwitscher, Räuberspiele, Naturerwachen und Bewegung.

Was tut Ihnen derzeit gut?
Lassen Sie uns teilhaben und unsere Erfahrungen teilen!
Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund,
Christine Rieth

Hasen-Bilderbuch zu Corona von Ursula Leitl

Passend zur Osterzeit haben wir ein Bilderbuch über das veränderte Leben der Hasen unter der Corona-Pandemie als PDF-Datei geschickt bekommen. An dieser Stelle vielen Dank an Frau Böhnke unsere Koordinatorin der Frühen Hilfen für die PDF!

Sie finden die PDF hier zum Download:

Ausgedruckt können Sie das Bilderbuch auch gerne bei uns in den Geschäftsräumen von Kidz e.V. in der Kluckstraße 6 (10785 Berlin) – gleich neben dem Familienzentrum – abholen.

Ich selber habe das Buch mit meinem Sohn durchgeklickt und er konnte Parallelen zu unserer aktuellen Situation herstellen.

Bleiben Sie gesund!

Heinrich Castell-Castell

Hallo da draußen

Kind im Wald

…auch meine Welt steht Kopf! Arbeit unter neuen Bedingungen, irgendetwas zwischen gefühlter Freizeit, Homeoffice und meinen neuen Aufgaben hier im Familienzentrum. Dazu ein dreijähriger Sohn ohne Kita-Betreuung, Mutter mit voller Stelle im Baugewerbe und kein Baustopp in Sicht.

Die letzten drei vergangenen Wochen bewegten sich zwischen Familienzeit und Stress, Entschleunigung von Außen und Anspannung von Innen, dazu viele Fragen des Kindes warum die Dinge momentan etwas anders laufen als sonst.

Neben dem Organisieren des Homeoffice und den anderen beruflichen Tätigkeiten, habe ich die Freizeit damit verbracht, mit Kind und Fahrrad Ausflüge zu unternehmen, dahin wo (fast) keine Menschen sind. Dienlich um den zum hundertsten Mal vorgelesenem Grüffolobuch, dem Verlangen Netflix einzuschalten und der nervigen Feuerwehrsirene zu entkommen, den Vitamin-D-Haushalt reichlich zu füllen, Sport zu treiben, sich wirklich auf das Kind einzulassen und den heimischen Vorrat an lang haltbaren Lebensmitteln aufzufrischen. Denn ein Ausflug hat uns in den Plänterwald gebracht, wo wir köstlichen Bärlauch gesammelt haben. Wächst dort reichlich und ist auch ohne Pflanzenbestimmungsbuch einfach am Geruch zu erkennen.

Zu Hause 200 g gewaschenen Bärlauch, 25 g Pinienkerne, 25 g Parmesan, einen Teelöffel Salz mit 150 ml Olivenöl in den Mixer. Große Freude bei klein und groß beim umlegen des Schalters und beobachten des Vorgangs. Ergibt gut 3 kleine Gläser Pesto. Und alle Schritte können problemlos mit einem dreijährigen bewerkstelligt werden.
Die passende Komponente zu den kiloschweren Nudelvorräten in den Berliner Haushalten.

Viele Grüße und bleiben Sie gesund

Heinrich Castell-Castell

Über die Geduld

Man muss den Dingen
die eigene, stille
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann,
alles ist ausgetragen – und
dann gebären.

Reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht mehr drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.

Er kommt doch!

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit
vor ihnen läge,
so sorglos, still und weit…

Man muss Geduld haben

Mit dem Ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antworten hinein.

Rainer Maria Rilke

Süße Quarkküken-zum nachbacken wärmstens empfohlen!

Liebe Familien,

die Tage wurden kälter und das Stimmungsbarometer sank bei uns zu Hause. Die Eltern wussten sie mussten, wollten aber auch nicht so richtig an die frische Luft. Die Kinder offenbarten den totalen Widerstand. Jeder wollte seine Ruhe, seinen Raum oder endlich wieder einen Spielpartner auf Augenhöhe- alles nicht möglich. Folglich Gequengel, Gebrülle, distanziertes Schweigen und zu allem Überfluss ein Armbruch meiner Tochter (zu Hause gibt es ja schließlich die meisten Unfälle).
Was nun? Was hilft?
Seelenfutter!!!
Wir machten uns daran ein Rezept von Kitachefkoch Torsten nachzubacken und können es Ihnen für gute und schlechte Tage und natürlich für Ostern wärmstens empfehlen.

So geht`s:

Teig
400g Mehl
20g Backpulver
200g Quark
1 Ei
100ml Öl
50ml Milch
75g Zucker
1 Vanillezucker
1 Orange (Abrieb)
1 Prise Salz

zum Bestreichen und Wälzen
50g Butter
50 g Zucker
1 Vanillezucker

Backzeit 10 min bei 180 Grad (Ofen vorheizen)

Alle Zutaten in einer Rührschüssel geben und zu einem glatten Teigball verarbeiten.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf ca. 1 cm ausrollen.
Mit einem Förmchen ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Im Ofen – bis sie goldgelb sind – backen.
Die Butter schmelzen und die Quarkküken damit bestreichen.
Anschließend den Zucker und Vanillezucker mischen und die Küken darin wälzen.
Zum Schluss abkühlen lassen und aufessen.